Jahrelang haben die Nutzer von Macintosh-Computern die PC-Nutzer nur müde belächelt. Man machte sich über das anfällige Betriebssystem der meisten PCs lustig, das Viren und Trojaner geradezu einlud. Hacker hatten es immer wieder auf PCs abgesehen, weil diese am häufigsten verbreitet waren und somit ein optimales Ziel für Angriffe darstellten. Macs galten also lange Zeit als absolut sicher und auf diese Weise als überlegen. Hatten früher nur professionelle Anwender einen Mac, so gilt der Computer spätestens durch das filigrane Design von Jonathan Ive zu einem absoluten Statussymbol der oberen Mittelschicht. Nicht nur Grafiker und Werber, auch stilbewusste Durchschnittsnutzer schmücken sich mit diesen Rechnern. Das hat zur Folge, dass Hacker gezielt nach Schwachstellen in diesem Betriebssystem suchen, um auch dort bösartige Software installieren zu können.
Das Betriebssystem ist in der Regel erstes Angriffsziel, doch sind auch Schwachstellen über modifizierte Treiber oder eben Trojaner im Blickfeld der Angreifer. Das Ziel ist es, den Computer mit Malware zu infizieren und auf diese Weise an persönliche Daten zu gelangen oder aber den Rechner mit Hilfe von Spyware über einen längeren Zeitraum auszuspionieren. Nun ist es einem Sicherheitsexperten erstmals gelungen, eine besonders skurrile Angriffsstelle beim Macbook ausfindig zu machen. Über einen Microcontroller in der Stromversorgung des Notebook-Akkus, lässt sich diese Schwachstelle nutzen, um die Energieversorgung zu manipulieren oder aber mit dem entsprechenden Geschick Malware zu installieren.
Das Tückische an dieser Geschichte ist, dass kein Sicherheitsupdate diese Lücke abklopft. Die Firmware des Akkus ist mit einem Standardpasswort gesichert. Bislang hat niemand damit gerechnet, dass ausgerechnet über diese Stelle ein Angriff erfolgen könnte. Es scheint, als sei auch bei den Mac-Nutzern langsam die Zeit des unbeschwerten Surfen im Internet vorbei. Auch wenn sich kaum ein Hacker die Mühe machen wird den Akku zu modifizieren, so ist die Gefahr jedoch allgegenwärtig und macht deutlich, dass hundertprozentige Sicherheit niemals gegeben sein kann.
Jeder muss persönlich für die Sicherheit seines Computers sorgen. In erster Linie helfen ein stets aktuell gehaltenes Antiviren-Programm sowie eine Firewall gegen korrupte Dateien bereits aus. Wer jedoch merkt, dass die Leistung des Computers deutlich abgenommen hat, sollte sich verstärkt auf die Suche nach Adware und anderen versteckten Programmen machen. Durch die Säuberung des PCs lässt sich der PC beschleunigen und die gewohnte Schnelligkeit des Computers wiederherstellen.
Es scheint weiterhin viel mehr eine Glaubensfrage zwischen Mac und PC zu sein. Technisch lassen sich beide Systeme auf ein identisches Niveau bringen. Der PC mag für die Personen interessanter sein, die gerne selbst schrauben und mit Hilfe verschiedenster Komponenten dafür sorgen, dass das bestmögliche aus dem Computer herausgeholt wird. Bestimmte Berufsgruppen werden weiter auf den Style-Faktor und das Image des Mac schwören. Zum Glück findet jeder seine Nische in der großen, weiten Computerwelt.