Man kann nicht nur am PC prima Haushaltstipps und Anleitungen für Renovierungsarbeiten nachschauen und finden, sondern sich auch in Foren über Gesundheitsthemen austauschen. Doch die Ärzte warnen ausdrücklich vor der Selbstdiagnose per Google. Treten bei einem Symptome einer Krankheit auf, sollte man sich schnell mit einem Facharzt in Verbindung setzen und nicht beim Surfen im Internet auf die richtige Diagnose hoffen. Doch es scheint beinahe zum Volkssport zu gehören, sich Informationen über Krankheiten im Internet zu besorgen. Einer Studie der Marktforschungsagentur Ogilvy Healthworld zufolge informieren sich 95% aller Deutschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren online über Krankheitsbilder und Heilungsmöglichkeiten. Es scheint sehr benutzerfreundlich zu sein sich mit entsprechender Internetgeschwindigkeit durch Foren zu klicken und sich nicht in das dichtgedrängte Wartezimmer des Hausarztes zu setzen und die Viren der anderen Patienten einzuatmen. Doch der Ärzteverband warnt dringlich davor, sich blind auf solche Informationsquellen zu verlassen.
Zwar lobt man, dass das Thema Gesundheit durch die Verbreitung im Internet und die Auseinandersetzung damit stärker in das Bewusstsein der Bürger rückt, doch verlässliche Auskünfte kann auf Grund seiner langjährigen akademischen Ausbildung nur der Facharzt geben. Die Leistung des Computers ist noch nicht in der Lage den Gang zum Arzt zu ersetzen. Zwar wird bereits Software entwickelt die zum Beispiel unterschiedliche Arten von Husten akustisch differenzieren kann, doch Klarheit über das genaue Krankheitsbild wird dadurch noch nicht erlangt. Generell scheint die Medizin mit der Technik immer mehr zu verschmelzen. So kann man bereits seine Waage mit dem Smartphone synchronisieren und auch den Blutdruck mit entsprechendem Zubehör messen und die Ergebnisse über verschiedene Social Media Kanäle wie Facebook oder Twitter in die breite Öffentlichkeit heraustragen. Ob Soziale Netzwerke der passende Ort sind um Krankheiten zu diskutieren sei einmal dahingestellt. Eigentlich sind diese Informationen sehr vertraulich und nicht umsonst gibt es eine ärztliche Schweigepflicht. Natürlich ist letzten Endes jedem selbst überlassen wo und wie man über seine Gesundheit spricht.
Natürlich kann die eigene Recherche am PC Prima verlaufen, doch manche Fehldiagnose kann zu fatalen Folgen führen. So kann aus einer einfachen Verspannung schnell ein vermeintlicher Herzinfarkt werden oder aber die Gefahr einer Krankheit wird einfach unterschätzt und hätte von einem Arzt gezielt behandelt werden können. Zudem sind Ärzte zurecht genervt wenn ein Patient in die Praxis kommt und dem behandelnden Arzt direkt nach der Begrüßung sagt, dass man sich bereits im Internet informiert habe und es sich wahrscheinlich um eine bestimmte Krankheit handele. Kein Arzt möchte in seiner Anamnese beeinflusst werden.
Großes Gefahrenpotenzial bergen Fachforen für Hypochonder. Bildet man sich zwanghaft Krankheiten ein, so kann die offen zugängliche Information über neue Krankheitsbilder und deren Symptome dazu führen, dass der Patient diese wohlmöglich bald selbst an seinem eigenen Körper feststellt. Daher sei jedem geraten lieber einmal mehr zum Arzt zu gehen als der Selbstdiagnose zu vertrauen.
